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Daten über Stillgeburt

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500 Gramm-Grenze

Seit dem 1.4.1994 gilt eine neue Gewichtsgrenze für Totgeburten: 500 Gramm. Sie gilt bis heute.

Jahr
Lebendgeborene
Totgeborene
Fehlgeborene
klinische Abrasio
2002
 
2001
607.824
2.368
?
über 25.000
2000
655.732
2.615
?
über 28.000
1999
664.018
2.595
?
über 30.000
1998
682.172
2.689
?
über 30.000
1997
711.915
3.047
?
über 32.000
1996
?
1995
681.374
2.969
?
über 32.000

(Quelle: Statistisches Bundesamt. Statistisches Jahrbuch der Bundesrepublik)

Aufgrund einer Gesetzesänderung des §21 Personenstandsgesetz vom Jahr 1998 war es bis zum 1.7.2003 möglich, rückwirkend bisher totgeborene Kinder mit Namen eintragen zu lassen.

Seit dem 01.07.1998 wurde der § 24 PStG aufgehoben und in § 21 ein zusätzlicher Absatz 2 wie folgt eingeführt:
(1) In das Geburtenbuch werden eingetragen
1. die Vor- und Familiennamen der Eltern, ihr Beruf und Wohnort, sowie ihre Staatsangehörigkeit, wenn sie nicht Deutsche sind und ihre ausländische Staatsangehörigkeit nachgewiesen ist, im Falle ihres Einverständnisses ihre rechtliche Zugehörigkeit oder ihre Nichtzugehörigkeit zu einer Kirche, Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsgemeinschaft,
2. Ort, Tag und Stunde der Geburt,
3. Geschlecht des Kindes,
4. die Vornamen und der Familienname des Kindes,
5. Vor- und Familienname des Anzeigenden, sein Beruf und Wohnort.
(2) Ist ein Kind totgeboren oder in der Geburt verstorben, so werden nur die in Absatz Nr. 1 bis 3 und 5 vorgeschriebenen Angaben und der Vermerk eingetragen, daß das Kind totgeboren oder in der Geburt verstorben ist. Auf Wunsch einer Person, der bei der Lebendgeburt des Kindes die Personensorge zugestanden hätte, sind auch Angaben nach Absatz 1 Nr. 4 einzutragen. Sind die Eltern verheiratet und führen sie keinen Ehenamen, kann ein Familienname für das Kind nur eingetragen werden, wenn sich die Eltern auf den Namen eines Elternteils einigen.

Alle ab dem 01.07.1998 totgeborenen Kindern konnten nunmehr in das Geburtsbuch eingetragen werden und auf Antrag der Eltern auch mit Vornamen.

Grenze 1.000 Gramm

Ab dem 1.7.1979 galt als Totgeburt, wenn das stillgeborene Kind (ohne selbständige Lungenatmung, Herzschlag, pulsierende Nabelschnur) mindestens 1.000 Gramm wog.

Jahr
Lebendgeborene
Totgeborene
Fehlgeborene
klinische Abrasio
1990
727.199
2.490
?
über 26.000
1985
586.155
2.414
?
über 26.000
1980
620.657
3.308
?
über 35.000
Grenze 35 cm

Bis zum 30.6.1979 galt als Totgeburt, wenn nach dem Durchtrennen der Nabelschnur beim Kind weder das Herz geschlagen hat, noch die Nabelschnur pulsiert hat, noch die selbständige Lungenatmung eingesetzt hatte und die Körperlänge mindestens 35 cm betrug.

Jahr
Lebendgeborene
Totgeborene
Fehlgeborene
klinische Abrasio
1975
600.512
4.689
?
über 50.000
1970
810.808
8.351
?
über 90.000
1965
1.044.328
12.901
?
über 130.000
1960
968.629
15.049
?
über 160.000
1955
820.128
16.558
?
über 180.000
1950
812.835
18.118
?
über 200.000

Bis 1957 einschließlich galt als Totgeburt, dass bei dem Kind keine natürliche Lungenatmung eingesetzt hat und das Kind eine Körperlänge von mindestens 35 cm aufwies.

Lebendgeburt

Seit 1957 gilt als Lebendgeburt, wenn nach dem Durchtrennen der Nabelschnur beim Kind entweder das Herz geschlagen hat, oder die Nabelschnur pulsiert hat, oder die selbständige Lungenatmung eingesetzt hatte.
Bis 1957 galt als Lebendgeburt, wenn nach dem Durchtrennen der Nabelschnur beim Kind die selbständige Lungenatmung eingesetzt hatte.
Diese Angaben gelten ohne Rücksicht auf Größe oder Gewicht des Kindes oder Stand der Schwangerschaft.

Totgeburt Seit dem 1.4.1994 gilt eine neue Gewichtsgrenze für Totgeburten: 500 Gramm. Sie gilt bis heute.
Ab dem 1.7.1979 galt als Totgeburt, wenn das stillgeborene Kind (ohne selbständige Lungenatmung, Herzschlag, pulsierende Nabelschnur) mindestens 1.000 Gramm wog.
Bis zum 30.6.1979 galt als Totgeburt, wenn nach dem Durchtrennen der Nabelschnur beim Kind weder das Herz geschlagen hat, noch die Nabelschnur pulsiert hat, noch die selbständige Lungenatmung eingesetzt hatte und die Körperlänge mindestens 35 cm betrug.
Bis 1957 einschließlich galt als Totgeburt, dass bei dem Kind keine natürliche Lungenatmung eingesetzt hat und das Kind eine Körperlänge von mindestens 35 cm aufwies.
Fehlgeburt Als Fehlgeborene werden hier die Kinder bezeichnet, die zwar von ihren Müttern tot geboren wurden, die jedoch nicht die Kriterien der Totgeburt erfüllt hatten.
klinische Abrasio

Die Kinder, die in den ersten 12. Schwangerschaftswochen versterben und in der Klinik ausgeschabt (Abrasio) werden.
In Frauenkliniken ist heute das Zahlenverhältnis der Totgeborenen zu Abrasio 1:10-15.
Nicht berücksichtigt sind hier die sehr früh verstorbenen Kinder, die bei den niedergelassenen Frauenärzten ausggeschabt werden.

geschätzte Abrasio In der Fachliteratur der Frauenheilkunde finden sich immer wieder Angaben, dass jede 2. bis 3. Schwangerschaft in den ersten 12 Schwangerschaftswochen stirbt. Danach würden in der BRD jährlich zwischen 200.000 und 300.000 Kinder in den ersten 12 Schwangerschaftswochen sterben.