Copyright
Rechtliches

2000, Gespräche und Planung

Startseite

Im Anschluss an die Trauerfeier des Jahres 2000 wurden die anwesenden verwaisten Eltern zu einem Gespräch bei Kaffee und Tee in den St.-Vincentius-Kliniken eingeladen. Dabei wurden folgende Wünsche geäußert:

Um gegenüber der Friedhofsverwaltung und der Stadt Karlsruhe als deren Träger stärker für das eigene Grabfeld und die Kostenübernahme argumentieren zu können, wurde bei der Pathologie des Städtischen Klinikums angefragt, ob zum Zwecke der Trauerfeier und Beerdigung alle fehlgeborenen Kinder der Region in den St.-Vincentius-Kliniken zusammengeführt werden können. Dies wurde zugesagt. Damit war die Grundlage dafür geschaffen, dass alle fehlgeborenen Kinder zwischen Bruchsal und Achern zu jährlich drei Trauerfeiern und Beerdigungen zusammengefasst werden konnten.

Unterstützt durch den Bestatter Stier konnte die Verwaltung des Hauptfriedhofs für die Umsetzung dieser Wünsche gewonnen worden. Unter der Leitung von Herrn Vogel wurde eine Projektgruppe eingerichtet. In ihr wurden die Anliegen aufgegriffen, Ideen der Umsetzung gesammelt, aus diesen konkrete Vorschläge ausgewählt und in Pläne umgewandelt, denen die praktische Umsetzung folgte.

In der Planungsphase wurde eine Reihe von Gesprächen geführt, bei denen immer wieder beteiligt waren:

 
 
Gruppe/Einrichtung
vertreten durch
Selbsthilfegruppe Regenbogen Frau Geier-Miksch, Frau Nutzenberger
Friedhofsverwaltung Herr Vogel, stellvertretender Amtsleiter
  Planer des Städtischen Friedhofs Herr Hornung
  Bildhauer (Entwurf der Stele) Herr Gerhard Karl Huber
  Karlsruher Steinmetze Frau Achatz-Huber
Karlsruher Majolika Herr Goll
Friedhofsgärtner Herr Ball
  Bestatter Herr Stier
Klinikseelsorge

Frau Lessle-Rauter - Städtisches Klinikum

Pfarrer Karcher, Br. Klaus - St.-Vincentius-Kliniken

Es war bald klar, dass es ein Gemeinschaftsprojekt werden sollte, an dem sich möglichst viele Personen und Gruppen beteiligen sollten. Jede und jeder von ihnen brachte seine Fachkompetenz ein, so dass es ein gelungenes Gemeinschaftsprodukt wurde.

Für die hierfür geleistete Arbeit und Mühe sei an dieser Stelle ausdrücklich allen Beteiligten gedankt.

Darüber hinaus würde dadurch ein großer Personenkreis auf dieses Problem der Fehlgeburten und der Nicht-Bestattungspflicht aufmerksam gemacht.

Die Grabanlage für fehlgeborene Kinder mit dem Grabmal auch den verwaisten Eltern ein Ort der Trauer werden, die ihr Kind bereits vor dem Jahr 2001 verloren haben und die nicht wissen, wo ihr Kind bestattet ist. Sie sollen zusammen mit den aktuell trauernden Eltern hier um ihre Kinder trauern können.

Darüber hinaus wurde das gesamte Gräberfeld, auf dem bis 2001 nur einige Kindergräber waren, zum allgemeinen Kinderfeld werden, auf dem Kinder bis 10 Jahren beerdigt werden können. Somit wären alle Kinder, von den fehlgeborenen Kindern bis zu den Zehnjährigen, alle auf diesem Gräberfeld zusammengefasst.