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2002  
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2002

Verschiedene verwaiste Eltern wollten sich im Jahre 2002 für die Errichtung des Gräberfeldes für fehlgeborene Kinder bedanken. Sie spendeten dem Hauptfriedhof auf das dafür eingerichtete Spendenkonto. Damit konnte die runde Sitzbank um den Baum am Kinderspielplatz teilfinanziert werden.

Bei einem der monatlichen Treffen der Gruppe "Wenn Geburt und Tod zusammenkommen" erzählten zwei verwiste Eltern davon, wie gut es ihnen getan hat, bei der Beerdigung selbst das Grab zugeschaufelt zu haben. Dies wurde für die nächste Beerdigung im Juli aufgegriffen und mit Herrn Vogel (Friedhofverwaltung) vorbesprochen, ob es möglich wäre, dafür einige Schaufeln am Grab zu haben. Herr Vogel, der bisher für solche Wünsche immer ein offenes Ohr hatte, war gerne dazu bereit, diese bereitzustellen.

13./14.9.2002 - Schlimmer als die Vandalen
"Vandalismus" steht bis heute für blinde Zerstörungswut. Zu Unrecht. Das Volk der Vandalen kämpfte ums Überleben. 406 fielen sie in Gallien ein, 409 in Spanien, 429 in Nordafrika, eroberten 430 Hippo, 439 Karthago und 455 Rom. Plündernd und raubend zogen sie durch Europa und Nordafrika. Nichts und niemand galt vor ihnen sicher. So werden sie in den Geschichtsbüchern beschrieben.
Die Wahrheit sieht anders aus: Die Römer kennen seit der Neuzeit den Spruch: „Was (früher) die Barbaren nicht getan haben, haben (nun) die Barbarini getan.“ Hintergrund hierfür ist: Papst Urban VIII. aus der Familie der Barbarini ließ für den Baldachin der neuen Peterskirche die Bronzeverkleidung des Pantheons einschmelzen. Die Vandalen hatten es geschützt, wie sie auch sonst Tempel und Heiligtümer nicht angegriffen oder geplündert hatten. Diese waren ihnen heilig.
In der Nacht vom 13. auf 14. September stiegen bisher unbekannte Täter in den Karlsruher Hauptfriedhof ein und zerstörten die Stele des am 23.11.2001 eingeweihten Kindergrabes. Keiner der bunten Vögel blieb heil. Alle verwaiste Eltern, die in diesem Gräberfeld einen Ort ihrer Trauer gefunden haben, sind darüber zutiefst betroffen und erschüttert. Hatten sie hier auch Trost gefunden, so fehlt nun der markante Mittelpunkt mit den bunten Vögeln und dem Spruch.
Die Karlsruher Majolika erklärte sich dazu bereit, eine Kopie dieser Stele zu anzufertigen. Die Kosten von rund 10.000 Euro können jedoch nicht wieder übernommen werden. Daher ergeht ein Aufruf an die Bevölkerung, auf das Spendenkonto des Hauptfriedhofes für dieses Kinderfeld 9 000 969 der Sparkasse Karlsruhe BLZ 660 501 01 für die Wiedererrichtung der Stele zu spenden: Kennwort Kleinstkindergrab

November 2002 - neuer Info-Brief an die verwaisten Eltern

Im Zeitraum von Januar 2001 bis November 2002 wurde ein einfacher Brief an verwaisten Eltern verteilt. Seit November 2002 wird ein gänzlich überarbeitetes Faltblatt an verwaisten Eltern ausgegeben. Damit kommen den verwaisten Eltern bedeutend mehr Informationen zu.

28.12.2002 - Tag der unschuldigen Kinder - Start der "Aktion: Allen Menschen ein Grab!"

Am 28. Dezember wird alljährlich der Kinder gedacht, die Herodes bei dem Versuch umbringen ließ, Jesus töten zu lassen. Dies gab dem Tag auch den Namen: "Tag der unschuldigen Kinder". An diesem Gedenktag des Jahres 2002 wurde per Internet die Aktion: Allen Menschen ein Grab! gestartet.

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2003

31.3.2003 - Übergab von 4 Kindersäge


Am 31.3.2003 wurden 4 Särge für die Bestattung von fehlgeborenen Kindern von der Heinrich-Hübsch-Schule an die Klinikseelsorge übergeben.
Eine Meisterklasse von Schreinern hatte die vier Särge hergestellt. Eine Meisterklasse von Malern und Lakierern hatte die Särge farblich gestaltet. Eine Floristenklasse hatte in aller Frühe des 31.3.2003 die Särge vor der feierlichen Übergabe geschmückt.
Herr Bruder, Leiter der Heinrich-Hübsch-Schule, lud zu dieser Feierstunde zahlreiche Vertreter ein, darunter Stadträtin ..., die Herrn Römelt und Vogel von der Friedhofsverwaltung, Herrn ... vom Oberschulamt, Herrn ..., ev. Religionslehrer an der Heinrich-Hübschschule, Herrn ..., Lehrer der Schreiner und Kontaktperson zwischen Klinikseesorge und Heinrich-Hübsch-Schule, Frau Nutzenberger von der Selbsthiflegruppe "Wenn Geburt und Tod zusammenkommen", Frau Lessle-Rauter, Klinikseelsorgerin im Städtischen Kinikum und Br. Klaus, Klinikseelsorger in den St.-Vincentius-Kliniken.

Im Konradsblatt, der Kirchenzeitung der Erzdiözese Freiburg, erschien zu dieser Übergabe der Särge ein eigener Artikel.

21.11.2003 - Einweihung der neuen Stele

Am 21.11.2003 wurde die neue Stele eingeweiht. Dies war nach der Zerstörung der ursprünglichen Stele durch die zahlreichen großen und kleinen Spenden möglich. Bürgermeister Eidenmüller und Herr Miksch von der Initiative-Regenbogen bedankten sich auch im Namen der vielen trauernden Eltern bei Spendern.

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